Achim Mentzen, 64, Busfahrer aus Albbruck. Sieben Tage als lebende Skulptur in einer Galerie. Nackt, 24 Stunden täglich sichtbar. Schlafen, Essen, Duschen – alles öffentlich. Unwiderruflich verpflichtet. Kostenlos für die Institution.
„Ich, Achim Mentzen, geboren am 19. Juli 1961 in Frankfurt am Main, wohnhaft In den Bündten 25, 79774 Albbruck, erkläre hiermit öffentlich, unwiderruflich und ohne Vorbehalt: Ich werde erscheinen. Ich werde nackt sein. Ich werde sieben Tage lang ohne Rückzug, ohne Verweigerung, ohne Vorhang sichtbar sein. Diese Erklärung ist nicht rücknehmbar. Sie ist Teil des Transparenzprojekts und dauerhaft archiviert."
Kriegsbilder laufen im Frühstücksfernsehen. Verstümmelte Körper sind Abendnachrichten. Gewalt ist Unterhaltung. Der tote Körper ist akzeptabel.
Der lebende, nackte, atmende Körper ist strafbar.
Kein Säugetier auf der Welt hat Probleme mit Nacktheit, Fortpflanzung und deren Sichtbarkeit. Keines. Nur wir Menschen schämen uns für unseren eigenen Körper – während wir uns lieber dabei zuschauen, wie wir unsere eigene Art töten.
Wir wurden alle nackt geboren. Jeder von uns schläft nackt, liebt nackt, ist nackt. Unsere Fortpflanzung – der einzige Garant für das Weiterleben unserer Art – ist mit Scham belegt, geächtet, strafrechtlich verfolgt.
Dieses Projekt stellt keine Frage. Es macht eine Aussage: Der menschliche Körper ist nicht obszön. Er ist das Normalste der Welt.
Ich verpflichte mich zu dieser Aussage. Mit meinem Namen. Mit meinem Körper. Mit sieben Tagen meines Lebens. Öffentlich. Unwiderruflich.
Ununterbrochen. Ohne Pause. Ohne Rückzug.
Tag und Nacht. Besucher haben jederzeit Zugang.
Vollständig kostenlos für die Institution.
Keine. Weder der Performance noch der Sichtbarkeit.
Aufwachen, Morgenroutine, Frühstück. Alles sichtbar, alles öffentlich.
Nackt, still, statisch im Raum. Position nach Galerievorgabe. Besucher frei im Raum.
Gespräche mit Besuchern. Offen für alles – Körper, Scham, Kunst, Leben.
Abendessen, Duschen, persönliche Routine. Sichtbar. Ohne Inszenierung.
Schlafen im Ausstellungsraum. Stille Beobachtung möglich. Kein Dialog.
Vollständige, lebenslange Medienrechte an allen Aufnahmen. Fotos, Videos, Texte – ohne Einschränkung für Presse, Katalog, Archiv, Social Media. Credit: „Living Sculpture – Achim Mentzen, [Institution], 2026"
Einen Raum. Eine Schlafmöglichkeit. Zugang zu einer Waschgelegenheit. Grundversorgung Lebensmittel. Das war's.
Im Ausstellungsraum werden alle persönlichen Daten öffentlich ausgestellt. Der Körper ist sichtbar – und der Mensch dahinter auch. Vollständig. Ohne Ausnahme.
Achim Mentzen
achimmentzen20@gmail.com +49 174 6134194Nur ernstgemeinte Anfragen von Institutionen mit Impressum.
Antwort innerhalb von 24 Stunden. Juli 2026.