Transparenzprojekt

Künstlerisches Forschungsprojekt über Körper, Scham und Autonomie · Nur für Erwachsene · Keine expliziten Inhalte

Über mich / Biography

Achim Mentzen

Unternehmer. Vertriebs- und Marketingfachmann. Dozent. Berufskraftfahrer. Künstler des eigenen Körpers.

Ich bin Achim Mentzen.

Ich habe mein berufliches Leben nicht auf einen einzigen Beruf oder eine einzige Identität reduziert. Mein Weg führte mich durch internationalen Handel, Logistik, technischen Vertrieb, Unternehmensführung, Key Account Management, Marketing, Qualitätsmanagement, Digital Marketing und Erwachsenenbildung.

Heute verbinde ich diese Erfahrungen mit einem persönlichen und künstlerischen Projekt, das bewusst Grenzen sichtbar macht: dem Transparenzprojekt / Living Sculpture.

Dabei geht es um den menschlichen Körper, um Nacktheit, Scham, gesellschaftliche Normen und die Frage, warum ein lebender nackter Körper in unserer Gesellschaft häufig stärker tabuisiert wird als Gewalt, Zerstörung oder Tod.

Mein beruflicher Weg

Meine berufliche Laufbahn begann mit einer Ausbildung zum Speditionskaufmann und führte mich zunächst in die internationale See- und Projektspedition.

Ich arbeitete im Import und Export, im internationalen Projektgeschäft und in der weltweiten Transportabwicklung. Dabei sammelte ich früh Erfahrung mit internationalen Kunden, Lieferanten, Projekten und komplexen organisatorischen Abläufen.

Später verlagerte sich mein Schwerpunkt zunehmend auf Marketing, Vertrieb und Unternehmensentwicklung. Ich arbeitete im internationalen Marketing und Vertriebsinnendienst und betreute Kunden und Außendienstorganisationen in Europa und den USA.

Parallel absolvierte ich berufsbegleitend die Ausbildung zum Fachkaufmann für Marketing (IHK).

Vertrieb, Führung und Unternehmertum

Über viele Jahre war ich im technischen Vertrieb tätig.

Meine Aufgaben reichten von Neukundenakquisition und Key Account Management über strategische Vertriebsplanung bis hin zu Umsatz-, Budget- und Personalverantwortung.

Ich war Sales Manager, Key Account Manager und Prokurist und trug Verantwortung für Vertriebsorganisationen, Mitarbeiter, Budgets, Umsatzplanung und strategische Marktentwicklung.

Zu meinen Tätigkeiten gehörten unter anderem:

Internationale Erfahrung

Meine berufliche Tätigkeit war über Jahrzehnte international ausgerichtet.

Ich arbeitete mit Kunden, Partnern und Vertriebsorganisationen in verschiedenen europäischen Ländern und darüber hinaus.

Internationaler Vertrieb, Import und Export, technische Produkte, internationale Geschäftsbeziehungen und der Aufbau von Vertriebsstrukturen gehören zu meinem beruflichen Erfahrungsschatz.

Ich spreche Deutsch als Muttersprache, verfüge über geschäftssicheres Englisch und habe Grundkenntnisse in Niederländisch.

Qualitätsmanagement

Ein weiterer Bestandteil meiner beruflichen Entwicklung war das Qualitätsmanagement.

Ich absolvierte eine Weiterbildung zum QM-Manager und QM-Auditor (TAW).

Damit kam zu Vertrieb und Unternehmensführung eine weitere Perspektive hinzu: Prozesse zu hinterfragen, Strukturen zu dokumentieren, Verantwortung zu definieren und Verbesserungen systematisch umzusetzen.

Diese Denkweise prägt auch meine heutige Arbeit.

Digital Marketing und neue Medien

Ich absolvierte unter anderem Qualifikationen als:

Dazu kommen praktische Erfahrungen mit SEO und SEA, Social Media, Content Marketing, CRM, digitalen Vertriebsprozessen, Webseiten, Online-Kommunikation und digitalen Analysewerkzeugen.

Heute nutze ich dieses Wissen auch für die öffentliche Dokumentation meines eigenen Projekts.

Vom klassischen Berufsleben zur Living Sculpture

Mein beruflicher Lebensweg ist ein wichtiger Teil meiner heutigen Arbeit.

Ich komme nicht aus einer klassischen Kunstakademie.

Ich komme aus Wirtschaft, Vertrieb, Marketing, Logistik, Qualitätsmanagement und Erwachsenenbildung.

Genau diese Perspektive bringe ich in das Transparenzprojekt ein.

Seit 2026 entwickle ich Living Sculpture als öffentliches künstlerisches und gesellschaftliches Projekt.

Dabei stelle ich nicht nur ein Kunstobjekt aus.

Ich selbst werde zum nackten Gegenstand der Diskussion, Betrachtung und Auseinandersetzung.

Mein Körper wird sichtbar.

Meine Biografie wird sichtbar.

Meine Entscheidungen werden sichtbar.

Und auch die gesellschaftlichen Reaktionen darauf werden Teil des Projekts.

Der menschliche Körper ist nicht obszön

Ein zentraler Gedanke meines Projekts lautet:

Der menschliche Körper ist nicht obszön.

Nacktheit ist zunächst ein körperlicher Zustand. Sie wird gesellschaftlich mit Bedeutungen versehen.

Scham ist nicht einfach eine natürliche Eigenschaft des Körpers. Sie wird geprägt, gelernt, verstärkt und kulturell unterschiedlich bewertet.

Ich nenne diesen Prozess Schamkonditionierung.

Das Projekt untersucht deshalb, was geschieht, wenn ein erwachsener Mensch bewusst entscheidet, seinen eigenen Körper nicht mehr nach den Erwartungen anderer zu verstecken.

Nicht heimlich. Nicht zufällig. Nicht als Provokation um der Provokation willen.

Sondern bewusst, öffentlich und dokumentiert.

Radikale Transparenz

Radikal transparent zu sein bedeutet für mich nicht, jeden Menschen zu irgendetwas zu zwingen.

Es bedeutet zunächst, die Entscheidung über meinen eigenen Körper selbst zu treffen.

Ich entscheide, wann, wo und unter welchen Bedingungen ich mich öffentlich zeige.

Andere Menschen entscheiden für sich selbst, ob und wie sie damit umgehen.

Genau diese gegenseitige Entscheidungsfreiheit ist ein wesentlicher Bestandteil des Projekts.

Körperliche Selbstbestimmung bedeutet nicht die Selbstbestimmung über andere Menschen.

Deshalb gehören Einwilligung, klare Grenzen, Altersanforderungen, rechtliche Rahmenbedingungen und gegenseitiger Respekt ausdrücklich zum Projekt.

Living Sculpture

Living Sculpture bedeutet wörtlich: lebende Skulptur.

Die Skulptur ist dabei nicht aus Stein, Metall oder Kunststoff.

Sie lebt. Sie bewegt sich. Sie altert. Sie reagiert. Sie wird betrachtet.

Und sie betrachtet zurück.

Der menschliche Körper wird dadurch aus seiner gewohnten privaten Umgebung herausgelöst und in einen künstlerischen, sozialen und gesellschaftlichen Kontext gestellt.

Die entscheidende Frage lautet nicht:

„Darf ein nackter Mensch existieren?“

Sondern:

„Warum reagieren wir auf einen nackten menschlichen Körper überhaupt so stark?“

Die Öffentlichkeit ist Teil des Kunstwerks

Das Projekt endet nicht mit der Präsentation meines Körpers.

Die Reaktionen darauf gehören dazu.

Blicke. Irritation. Ablehnung. Neugier. Interesse. Gespräche. Lachen. Schweigen. Zustimmung. Widerspruch.

All das kann Bestandteil der Dokumentation werden.

Denn das eigentliche Untersuchungsobjekt ist nicht ausschließlich mein Körper.

Es ist auch unsere gesellschaftliche Reaktion auf diesen Körper.

Mein beruflicher Hintergrund bleibt Teil meiner Identität

Ich möchte mich für dieses Projekt nicht neu erfinden.

Ich bin nicht plötzlich jemand anderes geworden.

Ich bringe meine gesamte Geschichte mit:

Gerade diese Verbindung interessiert mich.

Ein erwachsener Mann mit einer jahrzehntelangen beruflichen Biografie entscheidet sich bewusst dafür, seinen eigenen Körper zum künstlerischen und gesellschaftlichen Gegenstand zu machen.

Das ist kein Widerspruch.

Es ist Teil der Geschichte.

Vom Speditionskaufmann zum Living Sculpture

Meine berufliche Entwicklung war niemals geradlinig.

Ich habe mich mehrfach verändert.

Ich habe neue Berufe gelernt.

Ich habe Verantwortung übernommen.

Ich habe Unternehmen und Vertriebsorganisationen mit aufgebaut und geführt.

Ich habe mich mit Marketing und digitalen Medien beschäftigt.

Ich habe später noch einmal eine völlig neue berufliche Richtung eingeschlagen und mich zum Berufskraftfahrer weitergebildet.

Heute gebe ich mein Wissen außerdem als Dozent in der Weiterbildung von Berufskraftfahrern weiter.

Diese Bereitschaft zur Veränderung ist ein wichtiger Bestandteil meiner Persönlichkeit.

Ich akzeptiere nicht automatisch, dass etwas „schon immer so gemacht wurde“.

Ich frage nach dem Warum.

Warum dieses Projekt?

Weil ich glaube, dass viele gesellschaftliche Regeln so selbstverständlich geworden sind, dass wir kaum noch darüber nachdenken.

Warum gilt ein nackter menschlicher Körper als problematisch?

Warum wird Nacktheit häufig sexualisiert?

Warum wird Scham erzeugt?

Warum ist der Körper eines erwachsenen Menschen etwas, das versteckt werden muss?

Und warum können gleichzeitig Gewalt, Krieg, Tod und Zerstörung in Medien alltäglich sichtbar sein?

Ich möchte diese Widersprüche nicht nur theoretisch diskutieren.

Ich möchte sie sichtbar machen.

Mit meinem eigenen Körper.

Mit meiner eigenen Entscheidung.

Mit meiner eigenen Verantwortung.

Keine anonyme Kunstfigur

Ich verstecke mich nicht hinter einem Künstlernamen.

Ich bin Achim Mentzen.

Mein Name gehört zum Projekt.

Meine Biografie gehört zum Projekt.

Meine Entscheidungen gehören zum Projekt.

Und mein Körper gehört mir.

Diese Verbindung aus Identität, Biografie und körperlicher Sichtbarkeit ist ein zentraler Bestandteil von Living Sculpture.

Transparenz bedeutet auch Verantwortung

Transparenz bedeutet für mich nicht Grenzenlosigkeit.

Es bedeutet, Grenzen bewusst zu definieren.

Deshalb gehören zu meinem Projekt ausdrücklich:

Einwilligung. Freiwilligkeit. Respekt. Altersgrenzen. Rechtliche Rahmenbedingungen. Persönliche Sicherheit. Klare Kommunikation. Dokumentation. Verantwortung.

Meine eigene Freiheit endet dort, wo die Rechte anderer beginnen.

Und die Freiheit anderer Menschen endet nicht deshalb, weil ich mich selbst bewusst öffentlich zeige.

Was ich mit Living Sculpture erreichen möchte

Ich möchte Menschen zum Nachdenken bringen.

Nicht unbedingt dazu, meine Sichtweise zu übernehmen.

Sondern dazu, die eigenen Vorstellungen zu überprüfen.

Was empfinden wir als normal?

Was empfinden wir als anstößig?

Was haben wir gelernt?

Welche Reaktionen gehören wirklich uns selbst?

Und welche wurden uns beigebracht?

Living Sculpture ist deshalb nicht nur die Geschichte eines nackten Körpers.

Es ist eine Untersuchung von Wahrnehmung, Scham, Freiheit, Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Normen.

Ich mache mich sichtbar.

Nicht weil ich nichts zu verbergen hätte.

Sondern weil ich bewusst entscheide, was ich sichtbar machen möchte.

Das ist der Kern meines Transparenzprojekts.

Ich bin Achim Mentzen.
Das ist mein Körper.
Das ist meine Geschichte.
Und das ist Living Sculpture.