Künstlerisches Forschungsprojekt über Körper, Scham und Autonomie · Nur für Erwachsene · Keine expliziten Inhalte

Transparenzprojekt – Chronik Januar bis Oktober 2026

Stand: 13.10.2026 · Achim Mentzen

Worum es geht

Das Transparenzprojekt ist ein öffentliches Langzeit-Selbstexperiment unter Klarnamen: Körperscham abbauen und Angst vor Sichtbarkeit durch radikale Transparenz überwinden. Grundlage ist das Manifest „Warum ich meinen Körper zeige“.

Living Sculpture ist die zentrale Performance: Ich lebe nackt und durchgehend sichtbar als lebende Skulptur in einem Ausstellungsraum – schlafen, essen, duschen, mit Besuchern sprechen.

Körper, Intimität und Grenzen

Ich bin Naturist. Nacktheit ist für mich der natürliche Zustand des Menschen; die Tabus um bestimmte Körperteile halte ich für anerzogen, nicht für natürlich.

Chronik

August bis Oktober: Nach zwei Monaten Suche gibt es noch keinen Ausstellungsort; das Projekt wurde einmal gestoppt und wieder aufgenommen.

Datum Schritt
13.10.2026 Trainingsprogramm als nackter Ausstellungskörper entwickelt; Wunsch nach öffentlichem Kalender mit Diensten und Trainings; Regeln teilweise wieder ergänzt
12.10.2026 Format auf 7 oder 10 Tage festgelegt; Regel „kein Rückzug, kein Plan B“; später am Tag: „das wird alles zu exzessiv“ – Zusatzideen wieder entfernt, Kern bleibt
12.10.2026 Öffentlicher Aufruf zur Raumsuche auf Facebook und Bluesky
10.10.2026 KI-Anweisungen im Repo überarbeitet: sexuelle Handlungen mit anderen nur mit deren eigener aktueller Zustimmung
6.–7.10.2026 Stadt Waldshut-Tiengen lehnt sichtbare Schaufenster-Variante ab; überarbeitetes Konzept (nicht einsehbar, Zugang ab 18) eingereicht
30.9.2026 Ortssuche hat Vorrang vor Presse; Anfragen an Hochschulen, Kulturämter der Region, Naturistenverband, Schlösser
24.–27.9.2026 Nacktinterview-Angebot an Presse; explizite Selbstoffenbarung wird Ziel der Medienarbeit
25.9.2026 Gestaffeltes Format 7/3/1 Tage (am 12.10. wieder verworfen); Forschungsanfragen an Sexualwissenschaft (Charité, UKE)
17.9.2026 Vollmacht und Vertrag von der Website entfernt; Suche auf englischsprachige Live-Art-Häuser ausgeweitet
13.9.2026 Projekt reaktiviert, Erinnerungen an 24 Institutionen
4.9.2026 Unsichere Vollmacht-Fassung live entdeckt; Projekt gestoppt, Rückzug bei rund 30 Institutionen und Medien
1.–4.9.2026 Große Anfragewelle an Kunsthäuser und Festivals in D, CH, AT, FR
1.–4.8.2026 Exklusivangebot an Bild.de gesendet, zurückgezogen, erneut gesendet (später abgesagt)

Vorgeschichte Januar bis Juli 2026

Im Frühjahr entstanden Manifest, Website und dauerhafte Archive; mehrere Hosting-Plattformen haben die Seite entfernt, seither läuft sie auf GitHub Pages mit Sicherung auf IPFS und Arweave.

Zeitraum Schritt
Juli 2026 Living Sculpture als 7-Tage-Performance entworfen, erste Anfragen an Kunsthäuser in Freiburg, Basel und Mannheim
Juni 2026 Neue Website mit Lebenslauf (ohne Arbeitgeber), Freigabeerklärung und Angebot für nackte Arbeitseinsätze; Bewerbungen als Aktmodell an Volkshochschulen
Ende Mai 2026 Netlify löscht die Seite wegen Inhaltsrichtlinien; Umzug auf GitHub Pages
Mai 2026 Manifest „Warum ich meinen Körper zeige“ geschrieben und auf IPFS gesichert; Willenserklärung als unwiderrufliche öffentliche Schenkung (§ 516 BGB) mit selbst auferlegter Vertragsstrafe von 500 € je Widerrufsversuch zugunsten der Kinderkrebshilfe
Mai 2026 Angebot „Kostenlos als Aktmodell“ bis 31.12.2027 unter CC BY 4.0
Mai 2026 Über 30 Anfragen an Naturistenverbände, FKK-Vereine, Medien, Hochschulen, Ateliers und Forschungsinstitute; positive Antworten u.a. von SWR und einem Naturistenmagazin
Mai 2026 Audio-Selbstsuggestion zur Unterstützung der Schamfreiheit entwickelt
März bis April 2026 Grundlagen gelegt: erste Website, Archivierung auf IPFS und Arweave

Suche nach einem Ausstellungsort

Rund 60 Häuser angefragt, bisher keine Zusage; die meisten Antworten sind Kapazitäts- oder Programmgründe, nicht das Format selbst.

Ergebnis Häuser
Abgesagt ZKM Karlsruhe, nüüd.berlin, Kunstverein Konstanz, Schwankhalle Bremen, Kunsthaus Baselland, Neue Nationalgalerie Berlin, Schloss Hohenlupfen, Kulturzentrum Bonndorf
Weiterverwiesen, neu eingereicht HAU Berlin, Sophiensæle Berlin, Kampnagel Hamburg, CENTQUATRE-PARIS (Residenzprogramm)
Interesse bekundet, offen Zürcher Theater Spektakel
Ohne inhaltliche Antwort PACT Zollverein, Kaserne Basel, Württ. Kunstverein Stuttgart, Kunsthalle Basel, brut Wien, tanzhaus nrw, FFT Düsseldorf, Ringlokschuppen Ruhr, Gessnerallee Zürich, Muffatwerk München, Wiener Festwochen, D21 Leipzig, steirischer herbst, Julia Stoschek Foundation, Palais de Tokyo, SPILL, LADA London, Beursschouwburg, ICA London, BUZZCUT, In Between Time, Block Universe, Trouble Festival, Battersea Arts Centre, Chisenhale Gallery, Kunstakademie Karlsruhe, ABK Stuttgart, HfG Karlsruhe, Shedhalle Zürich, DIENSTGEBÄUDE Zürich, Kunsthaus Aussersihl, Espace Dukat Genf, Kasko Basel
Regional angefragt Kunstverein Hochrhein, Kulturamt Bad Säckingen, Kulturamt Waldshut-Tiengen, Landratsamt Waldshut, Schloss Beuggen, Burg Rötteln, Deutscher Verband für Freikörperkultur
Sonstiges VENUS Berlin: Bühnenprogramm voll, Ausstellerstand möglich

Behördliche Einschätzung: Eine vom Straßenraum einsehbare Performance (Schaufenster) ist in Waldshut-Tiengen ordnungsrechtlich nicht möglich; ein nicht einsehbarer Innenraum mit kontrolliertem Zugang wäre gesondert zu prüfen.

Presse und Medien

Berichterstattung ist uneingeschränkt freigegeben, seit Ende September inklusive Nacktinterview mit Foto-Veröffentlichungsrechten; bisher ist noch nichts erschienen.

Bereich Medien
Freigabe erteilt taz Berlin (Berichterstattung, Interview, Nacktinterview)
Feuilleton und Fachmedien FAZ, Süddeutsche Zeitung, NZZ, Tagesspiegel, Frankfurter Rundschau, Spiegel, Welt, Kunstforum, nachtkritik.de, art-magazin, frieze, ArtReview
Boulevard und Online TAG24, t-online, ntv
Rundfunk SWR (bringt das Projekt in die Redaktionskonferenz, sobald Ort und Termin feststehen), MDR Kultur, ARD Kultur (verweist an Landessender)
Regional Südkurier; Badische Zeitung und Zeit nicht zustellbar
Abgesagt Bild.de

Vertrag und Vollmacht sind bei keinem Medium aktiv.

Website, Buchung und Kalender

Die Projektseite achimmentzen.github.io ist zweisprachig und enthält Manifest, Konzept und ein Buchungssystem für Alltagsperformances.

Fremdbestimmung, KI und Training

Ich möchte im Projekt einem verbindlichen, fremdbestimmten Automatismus unterliegen. Die KI (Claude) hat abgelehnt, selbst dieser Automatismus zu sein oder mich „ähnlich Brainwash“ zu konditionieren; eine zweite KI zog dieselbe Grenze: kein Training gegen den späteren eigenen Willen.

Trainingsprogramm als nackter Ausstellungskörper, steigernd:

  1. Stille: nackt, ohne Bewegung, von 10 auf 60 Minuten
  2. Angeschaut werden: Dauerfilmen, danach ansehen ohne Bewertung
  3. Blick halten: Spiegel, später vertraute Person
  4. Dauerproben: ganze Tage, dann Wochenenden in der Rolle
  5. Öffentliche Sichtbarkeit, wo erlaubt: FKK, Naturistenvereine, Aktmodell-Sitzungen
  6. Kurzprotokoll nach jeder Einheit

Offene Punkte

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