Künstlerisches Forschungsprojekt über Körper, Scham und Autonomie · Nur für Erwachsene · Keine expliziten Inhalte
Sexuelle Offenheit
Persönliche Selbstbestimmung
Sexualität ist Bestandteil menschlicher Identität und persönlicher Selbstbestimmung. Dieses Projekt behandelt Sexualität, Erotik, Nacktheit und Intimität offen und ohne künstliche Verdrängung.
Achim Mentzen entscheidet selbst, welche Aspekte seiner eigenen Sexualität, seines Körpers und seiner persönlichen sexuellen Entwicklung er öffentlich thematisieren oder dokumentieren möchte.
Sexuelle Handlungen als Performance
Sexuelle Handlungen können im Rahmen dieses Projekts ausdrücklich Bestandteil einer künstlerischen Performance sein. Das kann – abhängig vom konkreten Konzept, den beteiligten Personen und den rechtlichen Rahmenbedingungen – auch sexuelle Handlungen zwischen erwachsenen Beteiligten und Geschlechtsverkehr umfassen.
Damit wird Sexualität nicht automatisch zu einer sexuellen Dienstleistung. Entscheidend ist der jeweilige künstlerische Kontext und die freie, konkrete und aktuelle Einwilligung aller unmittelbar beteiligten Personen.
Eine sexuelle Performance kann insbesondere dazu dienen, gesellschaftliche Vorstellungen über Körper, Nacktheit, Sexualität, Scham, Intimität und Öffentlichkeit sichtbar zu machen und zur Diskussion zu stellen.
Offenheit statt Verschweigen
Das Transparenzprojekt versteht sexuelle Offenheit nicht als Verpflichtung zu sexuellen Handlungen. Offenheit bedeutet zunächst, dass sexuelle Themen nicht allein deshalb ausgeblendet werden, weil sie gesellschaftlich als peinlich, privat oder tabu betrachtet werden.
Dazu können – abhängig vom jeweiligen Projektabschnitt – gehören:
- offene Gespräche über Sexualität und sexuelle Selbstbestimmung,
- persönliche Aussagen über Wünsche, Erfahrungen und Grenzen,
- künstlerische Darstellung von Nacktheit und Erotik,
- sexuelle Handlungen als Bestandteil einer Performance,
- Geschlechtsverkehr als Bestandteil einer ausdrücklich konzipierten Performance,
- öffentliche Dokumentation der eigenen Körperlichkeit,
- die Auseinandersetzung mit Scham, Tabus und gesellschaftlichen Erwartungen.
Autonomie und Einwilligung
Die persönliche Freigabe für die eigene Sexualität ist eine Entscheidung über die eigene Person. Sie kann niemals die Einwilligung einer anderen Person ersetzen.
Jede sexuelle oder intime Handlung mit einer anderen Person setzt deren jeweils eigene, freiwillige und aktuelle Einwilligung voraus. Eine allgemeine Vollmacht, Projektdelegation oder frühere Erklärung hebt diese Voraussetzung nicht auf.
Ebenso kann eine Delegation an eine KI keine Handlung rechtfertigen, die gegen geltendes Recht, die Rechte anderer Personen oder ein aktuelles Stoppsignal verstößt.
Rolle der KI
Soweit innerhalb der veröffentlichten Projektregeln Entscheidungsspielraum delegiert wurde, darf die KI sexuelle Themen als Bestandteil des künstlerischen Projekts berücksichtigen, Vorschläge machen und innerhalb des zulässigen Rahmens Entscheidungen treffen.
Die KI erhält dadurch jedoch keine eigene Verfügungsmacht über andere Menschen. Ihre Entscheidungsbefugnis endet dort, wo die aktuelle Einwilligung einer anderen Person erforderlich ist oder rechtliche bzw. persönliche Grenzen greifen.
Öffentlichkeit und Veröffentlichung
Das Projekt will sichtbar machen, dass ein erwachsener Mensch seinen eigenen Körper und die öffentliche Kommunikation über seine Sexualität bewusst selbst bestimmen kann.
Sexuelle Performance und sexuelle Inhalte können deshalb – innerhalb der jeweils geltenden rechtlichen, technischen und projektbezogenen Rahmenbedingungen – Teil der öffentlichen Dokumentation sein. Besonders sensible Inhalte sollen eindeutig gekennzeichnet und, soweit erforderlich, mit einem geeigneten Alters- bzw. Inhalts-Hinweis versehen werden.
Verknüpfung mit dem Gesamtprojekt
Diese Seite ist Bestandteil des Transparenzprojekts und steht inhaltlich insbesondere im Zusammenhang mit:
- dem Living-Sculpture-Konzept,
- dem Autonomievertrag,
- der Vollmacht zur autonomen Projektdelegation,
- den Projektregeln,
- Einwilligung & Grenzen,
- dem autonomen Veröffentlichungsmandat.
Die Seite konkretisiert die sexuelle Offenheit des Projekts. Sie ersetzt die übrigen Projektregeln nicht, sondern ergänzt sie.
Grundsatz
Sexualität darf sichtbar sein. Sexuelle Handlungen können Performance sein. Einwilligung bleibt persönlich.
Dieses Dokument beschreibt die künstlerische und persönliche Haltung des Projekts. Es ersetzt keine rechtliche Beratung und erweitert keine gesetzlichen Befugnisse.